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Probleme mit Smartphones lösen

In dieser Lektion werdet ihr lernen…

  • wie ihr euer Problem lösen könnt, indem ihr die Funktionen eines Smartphones nutzt.
  • was ihr beachten müsst, wenn ihr eine gute Smartphone-App entwickeln möchtet.

Schlüsselbegriffe

  • Mobile App (Applikation): ein Programm, das auf einem Smartphone läuft
  • Sensoren: Hardware auf dem Smartphone, die es ihm ermöglicht, mit der Welt um es herum zu interagieren

Möglichkeiten von Smartphones

Smartphones sind leistungsstarke Geräte mit vielen Sensoren und Funktionen. Da ihr eine mobile App entwickeln und damit ein Problem lösen möchtet, solltet ihr euch dabei die Vorteile von Smartphones zunutze machen.

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Komponente Was es bewirkt
Kamera, Lautsprecher, Mikrofon ermöglichen es, Bilder und Videos sowie Tonaufnahmen zu machen
GPS zeigt den Standort des Smartphones an
Speicher ermöglicht es, Einstellungen, Bilder und Sounds auf dem Smartphone zu speichern
Verbindung zum Internet ermöglicht den Zugang zu Informationen im Internet
Beschleunigungssensor, Gyroskop zeigt an, wie schnell sich das Smartphone bewegt
Telefonate, Textnachrichten, Kontaktlisten ermöglichen es, Anrufe zu tätigen, Textnachrichten zu senden und sich mit Personen zu verbinden

Vergleich: Mobile Apps und mobile Websites

Mobile Websites bieten eine weitere Möglichkeit, Technologien für mobile Geräte zu entwickeln. Bei Technovation entwickelt ihr eine mobile App, keine mobile Website. Mobile Websites unterscheiden sich von mobilen Anwendungen. Aber worin besteht der Unterschied?

  • Mobile Website: Eine Website, die auf Bildschirmen aller Größen funktioniert. Der Zugriff auf eine mobile Website erfolgt z. B. über den Browser eines Smartphones.
  • Mobile App: Ein Programm, das heruntergeladen und auf einem Smartphone oder Tablet installiert wird. Es lässt sich direkt aus dem Speicher des Gerätes aufrufen.

Mobile Apps laufen nicht in einem Browser, sondern direkt auf dem Smartphone. Deshalb können sie viel besser auf die Sensoren und Funktionen eines Smartphones zugreifen. Hier sind einige Vorteile, die mobile Apps gegenüber mobilen Websites haben:

Schlüsselfähigkeiten Grund Beispiel
Eine mobile App bietet Zugriff auf Funktionen auf dem Smartphone (z.B. Kamera, Sensoren, Telefonate, SMS, GPS usw.). Die App kann viel besser auf die Funktionen und Hardware des Smartphones zugreifen, wie z. B. auf die Kamera oder GPS-Ortung. Alle Apps, die folgende Funktionen nutzen, sind besser als mobile Apps geeignet:

  • Push-Benachrichtigungen
  • Tap-to-Call/E-Mail
  • Vibration/Hinweistöne
  • Kamera
  • sofortige und automatische Updates
Apps wie Instagram greifen auf die Kamera, den Ortungssensor und vieles mehr auf dem Smartphone zu.
Eine mobile App kann sehr interaktiv sein (gut für Spiele). Mobile Apps können besser auf die Beschleunigungssensoren von Smartphones zugreifen. Gaming-Apps wie Angry Birds bringen sehr viel Spaß, weil sie interaktiv sind.
Eine mobile App kann einfacher regelmäßig benutzt werden. Es ist viel bequemer, eine App zu benutzen, als eine Website im Internet aufzurufen. Social Media bietet sowohl eine Online-Seite als auch eine mobile App, sodass regelmäßige Nutzer:innen die App herunterladen können.
Eine mobile App ist personalisierbar. Mobile Apps können Informationen auf den Smartphones der Benutzer:innen speichern. Das macht sie zu einer besseren Wahl für diejenigen Apps, die viele Anpassungen erfordern. Gesundheits- oder Zeittracker können Informationen speichern und so zu einem gesünderen Lebensstil beitragen.
Eine mobile App funktioniert offline Da mobile Apps auf dem Smartphone gespeichert sind, können sie Funktionen ohne Internetverbindung ausführen. Mobile Apps erfordern jedoch, dass die Benutzer:innen regelmäßig Updates herunterladen. Web-Apps werden selbst aktualisiert. Spotify kann Songs speichern, damit ihr sie offline (ohne Internetverbindung) abspielen könnt.
Eine mobile App hat eine schönere Oberfläche. Mobile Apps sind für die Geräte konzipiert, auf denen sie verwendet werden. Daher sehen die Schnittstellen oft besser aus als die von mobilen Websites. Schaut euch mal an, wie unterschiedlich die Instagram-App auf dem Smartphone und die Instagram-Website aussehen.

Natürlich haben mobile Apps auch ein paar Nachteile: Man muss sie erst aus dem App Store oder Google Play Store herunterladen und sie brauchen regelmäßig Updates. Außerdem funktionieren viele Apps entweder nur auf dem iOS- oder auf dem Android-Betriebssystem und nicht auf beiden.

Wenn ihr eure App-Lösung entwickelt, wollt ihr bestimmt die Vorteile der Funktionen eines Smartphones nutzen. Hier sind einige Möglichkeiten, wie ihr das überprüfen könnt:

Fragt euch selbst Berücksichtigt
Könnte diese Lösung ganz ohne Technologie funktionieren? Wenn ja, macht Technologie sie besser? Beispielsweise könntet ihr zum Thema „Sicherheit von Erdbeben“ Informationsveranstaltungen und Kurse in eurer Stadt durchführen, um das Bewusstsein der Menschen für das Thema zu stärken. Wie könntet ihr diese Lösung mithilfe von Technologie oder einer mobilen App ergänzen und verbessern?
Könnte die Lösung auch nur eine mobile Website statt einer App sein? Wenn ja, macht die Umwandlung in eine App sie besser? Ein Quiz über Herzerkrankungen könnte z. B. nur auf einer Website angeboten werden. Bevor ihr diese Lösung in eine App verwandelt, solltet ihr euch überlegen, wie ihr die Vorteile einer mobilen App nutzen könnt.
Wie könnt ihr die Vorteile der Hauptfunktionen mobiler Apps nutzen? Gleicht mit der Tabelle oben ab und stellt sicher, dass eure Lösung mindestens eine der Hauptfunktionen von Apps nutzt. Die Tabelle hilft euch dabei, eine Lösung zu entwickeln, die besser ist als eine mobile Website oder eine Lösung komplett ohne Technologie.

In dieser Aktivität erfahrt ihr mehr darüber, wie Apps die Fähigkeiten von Smartphones nutzen.

Aktivität

Dauer: ca. 20 Minuten

Brainstormt mindestens zwei eurer Lieblings-Apps. Beantwortet die Fragen entweder laut, auf einem Blatt Papier oder digital:

  • Welche Funktionen eurer Smartphones verwenden die Apps?
  • Würden sie auch als Website oder als etwas anderes funktionieren – oder nur als eine mobile App? Warum oder warum nicht?
document

Beispiel: 

App-Name Mobile Funktionen, die die App nutzt Warum?
 Snapchat
  • Kamera, Video, Mikrofon
  • Ermöglicht eine regelmäßige Nutzung
  • Sendet Push-Benachrichtigungen
  • Verbindet sich mit Freund:innen aus deiner Kontaktliste
Als Webseite würde Snapchat nicht so gut funktionieren, weil ich die App häufig benutze und ich bei neuen Nachrichten gerne Push-Benachrichtigungen erhalte.

Reflexion

Wenn ihr eure App entwickelt, solltet ihr über folgende Fragen nachdenken:

  1. Könnte diese Lösung ohne jegliche Technologie funktionieren? Wenn ja, macht das Hinzufügen von Technologie sie besser?
  2. Könnte die Lösung auch nur eine mobile Website statt einer App sein? Wenn ja, macht die Umwandlung in eine App sie besser?
  3. Wie könnt ihr die Vorteile der Hauptfunktionen mobiler Apps in eurer Lösung nutzen?

Fahrt nun mit der Lektion Ideenentwicklung 4: Probleme auswählen fort und fangt an, Lösungen für euer Problem zu brainstormen.

Zusatzmaterial

Künstliche Intelligenz 

Moderne Smartphones können mittlerweile schnell und einfach sogenannte „Künstliche Intelligenz“ nutzen. Vielleicht habt ihr schon einmal etwas davon gehört?

Künstliche Intelligenz oder KI (auf Englisch „Artificial Intelligence“ oder „AI“) ist eine Technologie, die es Computern ermöglicht, zu lernen und Entscheidungen zu treffen. Die Idee, „intelligente Maschinen“ zu entwickeln, stammt aus den 1950er Jahren. Wissenschaftler:innen wollten Computer dazu bringen, so wie Menschen zu lernen. Seitdem probierten Wissenschaftler:innen viele verschiedene Möglichkeiten aus, um Computer dazu zu bringen, neue Dinge zu lernen. Dabei erfanden sie viele neue Technologien.

In den letzten 30 Jahren entwickelten Wissenschaftler:innen neue Algorithmen, um Maschinen zum Lernen zu bringen und tatsächlich funktionieren sie wirklich gut. Aus diesem Grund haben wir in letzter Zeit so viel von KI gehört: Einige der neuesten Erfindungen sind Sprachassistenten wie Siri und Alexa oder Gesichtserkennung, mit der ihr Bilder von Freund:innen auf Social Media markieren, Filter auf euer Gesicht anwenden oder manche Smartphones sogar entsperren könnt. Bei beiden Erfindungen muss der Computer erst einiges „lernen“, damit sie auch gut funktionieren. Sprachassistenten müssen lernen, wie menschliche Stimmen klingen und wie sie darauf reagieren können. Damit die Gesichtserkennung funktioniert, muss der Computer lernen, wie Gesichter aussehen.

Hier sind einige Beispiele für Künstliche Intelligenz, die Smartphones nutzen:

Bilderkennung die Fähigkeit, Dinge auf Bildern oder im Sichtfenster der Kamera zu erkennen
Spracherkennung die Fähigkeit, gesprochene Wörter zu verstehen und in Text zu übersetzen
Klangerkennung die Fähigkeit, Geräusche zu erkennen
Übersetzen die Fähigkeit, Texte von einer Sprache in eine andere zu übersetzen
Text zu Sprache die Fähigkeit, Wörter laut auszusprechen

Wenn ihr mehr über KI erfahren möchtet, seht euch unsere Bonus-Lektion dazu an: Künstliche Intelligenz 1.

Technovation Challenge

Bewertungskriterien für den internationalen App-Wettbewerb

Am Ende der Technovation-Saison wird die App anhand von bestimmten Kriterien in verschiedenen Kategorien von einer Jury bewertet. Diese Lektion hilft euch, Punkte in der Kategorie „Innovation“ zu sammeln. Hier könnt ihr den Bewertungsbogen einsehen.

Beispiele von anderen Technovation-Teams

Viele Technovation-Teams aus der ganzen Welt haben neben einem Smartphone noch andere Technologien eingesetzt. Hier sind einige Beispiele:

Video App-Idee Verwendete Hardware
TMWZ by Be a firefighter (Feuerwehrmann/-frau werden) „Be a firefighter“ ist ein Virtual-Reality-Spiel, das das Bewusstsein für den Brandschutz schärft. Virtual Reality Headset
/flash von GamCare „GamCare“ ist eine App, mit der man eine:n Freund:in benachrichtigen kann, wenn man auf dem Heimweg plötzlich in Gefahr ist. Knopf, der gedrückt werden kann, um eine Textnachricht vom Smartphone zu senden