Betriebskosten und Geschäftsmodelle

In dieser Lektion werdet ihr… 

  • berechnen, wie viel Geld es kosten wird, euer Unternehmen zu betreiben.  
  • ein Geschäftsmodell erstellen. 
  • schätzen, wie viel Gewinn ihr über 5 Jahre erzielen werdet. 
  • in diesem Arbeitsblatt weiterarbeiten. 

Das Geschäftsmodell, das ihr in dieser Lektion entwickelt, braucht ihr für euren Businessplan (der wird nur für die älteren Teams ab 16 Jahren empfohlen). 

Schlüsselbegriffe

  • Geschäftsmodell – erklärt wie ihr plant, Geld zu verdienen und euer Unternehmen am Laufen zu halten 
  • Gewinn – das Geld, das ihr von euren Einnahmen übrig habt, nachdem ihr alle eure Rechnungen bezahlt habt 
  • Gewinnprognose – eine Schätzung, wie viel Gewinn euer Unternehmen über mehrere Jahre hinweg erwirtschaften wird 
  • Investor:innen – Menschen, die euch Geld geben, um euer Unternehmen zu gründen, und im Gegenzug einen Teil des Gewinns bekommen, den ihr erzielt 
  • Startkapital – der Geldbetrag, den ihr am Anfang braucht, um euer Unternehmen zu gründen; typischerweise bekommt man Startkapital von Investor:innen 
  • Betriebskosten – das Geld, das ihr ausgeben müsst, um euer Unternehmen betreiben zu können 

Geschäftsmodelle

In dieser Lektion werdet ihr ein Geschäftsmodell erstellen. Ein Geschäftsmodell erklärt, wie ihr Geld verdienen und euer Unternehmen aufrechterhalten könnt.  

Ihr habt bereits in der letzten Lektion damit begonnen, an eurem Geschäftsmodell zu arbeiten, als ihr berechnet habt, wie viel Umsatz eure App ungefähr machen wird. In dieser Lektion berechnet ihr eure Betriebskosten, also den Geldbetrag, den ihr ausgeben müsst, um euer Unternehmen zu betreiben.  Ihr musst über die Kosten der verschiedenen Aktivitäten, Ressourcen, Ausstattung, Marketingmaßnahmen und Materialien nachdenken, die ihr für euer Unternehmen braucht.  

Das sind die Hauptbestandteile eines Geschäftsmodells: 

  1. Startkapital (sogenanntes “Seed Money”): Anfangsgeld, das euch beim Start eures Unternehmens hilft 
  2. Umsatz / Einnahmen: Geld, das ihr durch den Verkauf eurer Waren und/oder Dienstleistungen verdient 
  3. Betriebskosten: Dinge, die ihr bezahlen müsst, damit euer Unternehmen läuft 
  4. Gewinn: das Geld, das euch nach dem Bezahlen der Betriebskosten übrig bleibt. Dieses „zusätzliche Geld“ könnt ihr behalten oder in euer Unternehmen reinvestieren (z. B. mehr Mitarbeiter:innen einstellen, euren Arbeitsbereich vergrößern usw.), damit ihr es größer oder besser machen könnt. 

In der letzten Lektion habt ihr bereits eure Einnahmen berechnet. Jetzt ist es an der Zeit, sich auf die Betriebskosten zu konzentrieren. Mit dieser Gleichung könnt ihr euren Gewinn berechnen:  

[Einnahmen] – [Betriebskosten] = [Gewinn 

Betriebskosten 

Lasst uns nun darüber nachdenken, wie viel Geld es kosten wird, euer Unternehmen zu betreiben. Die Dinge, die ihr bezahlen müsst, um euer Unternehmen am Laufen zu halten, nennt man Betriebskosten. Hier sind einige Beispiele für Betriebskosten: 

  • Büroräume, Computer, Internetzugang 
  • Lohn für Mitarbeiter:innen 
  • App-Store oder Onlinestore-Gebühren 
  • Marketing und Werbung (denkt an die Marketingstrategie, die ihr bereits gewählt habt) 

Wenn ihr euren Gewinn berechnet, schreibt ihr eure geschätzten Betriebskosten für das ganze Jahr auf. Nehmen wir zum Beispiel an, dass zwei Menschen in eurem Unternehmen arbeiten. Ihr bezahlt ihnen jeweils 10$/Stunde. Jede Woche arbeiten sie 20 Stunden, und sie arbeiten 50 Wochen im Jahr.  

Jahr 1:  2 Personen x $10 Stunde x 20 Stunden pro Woche x 50 Wochen pro Jahr = $20,000 pro Jahr 

Nach einem Jahr möchtet ihr eine weitere Person einstellen, die euch dabei hilft, neue Funktionen zu eurer App hinzuzufügen. Für Jahr 2 sieht eure Kalkulation wie folgt aus: 

Jahr 2: 3 Personen x $10 Stunde x 20 Stunden pro Woche x 50 Wochen pro Jahr = $30,000 pro Jahr 

Füllt für diese Aktivität das Arbeitsblatt aus, damit ihr zusammenrechnen könnt, wie viel es kostet, euer Unternehme jedes Jahr zu betreiben. Denkt daran, dass ihr vielleicht nicht alle aufgelisteten Dinge braucht und dass ihr auch versuchen könnt, Kosten einzusparen; zum Beispiel könnte euer Büroraum ein Ort sein, den ihr kostenlos nutzen könnt. 

Gewinnprognose  

Der letzte Teil eures Geschäftsmodells ist die Berechnung des Gewinns für jedes Jahr. Der Gewinn ist das Geld, das ihr habt, nachdem ihr alle Rechnungen bezahlt habt, die ihr bezahlen müsst. Der Gewinn ist also der Betrag, der übrig bleibt, nachdem ihr die Betriebskosten von euren Einnahmen abgezogen habt. Es ist das Geld, das ihr verdient habt und behalten dürft. Mit einer Gewinnprognose überlegt ihr euch, wie viel Gewinn euer Unternehmen über mehrere Jahre hinweg erwirtschaften wird. Zur Erinnerung, hier ist die Gleichung:  

[Einnahmen] – [Betriebskosten] = [Gewinn 

In der letzten Lektion habt ihr bereits berechnet, wie viel Umsatz ihr mit eurer App pro Jahr machen werdet. In diesen drei Aktivitäten berechnet ihr euren Gewinn, indem ihr eure Betriebskosten berechnet und sie von euren Einnahmen abzieht.

Aktivität: Bestimmt und berechnet eure Betriebskosten

Bestimmt und berechnet die Betriebskosten für die Erstellung eurer App und den Betrieb eures Unternehmens.  

Ihr könnt das Arbeitsblatt das ihr für die Entrepreneurship-Lektion 7 verwendet habt, auch hier verwenden. Füllt dafür jetzt den Abschnitt Betriebskosten aus.  

Hier sind ein paar Kategorien, in die die meisten Betriebskosten fallen werden. Vielleicht müsst ihr ein bisschen recherchieren, um herauszufinden, wie viel die unterschiedlichen Sachen kosten! 

  • Büro-Ausstattung – Dazu gehören Dinge wie Computer, Tische und Stühle 
    • Berücksichtigt Fragen wie: Welche Gegenstände braucht ihr in einem Raum, damit die Mitarbeiter:innen arbeiten können? Brauchen sie Computer-Hardware? 
  • Software – Programme, die euch helfen, die App zu entwickeln, Daten zu verwalten oder andere Dinge zu tun, die euer Team nicht selbst erledigen kann 
    • Berücksichtigt Fragen wie: Müsst ihr für die Nutzung von verschiedenen Datenbanken oder anderen Diensten bezahlen, um eure App zu betreiben? 
  • Nebenkosten – jede Gebühr, die ihr zahlen müsst, zum Beispiel Internetkosten oder Telefonrechnungen 
    • Berücksichtigt Fragen wie: Wie viel kostet das Internet bei euch? Wie hoch ist die Miete für ein Büro?  
  • App-Store-Gebühren – Dies beinhaltet die Aufnahme eurer App in den Google Play oder Apple App Store. 
    • Berücksichtigt Fragen wie: Wie viel kostet es, eure App in den Google Play oder Apple App Store zu bringen?  
  • Marketing – Werbung in Zeitungen, Druck von Flugblättern, Nutzung sozialer Medien usw. 
  • Gehälter der Mitarbeiter:innen – Dies beinhaltet, wie viele Mitarbeiter:innen du haben wirst und wie wie viel Gehalt du ihnen zahlen willst 
    • Berücksichtigt Fragen wie: Wie viel möchtest du den Mitarbeiter:innen zahlen? Was ist ein fairer Lohn? 

Eure Betriebskosten werden mit der Zeit wahrscheinlich steigen. Erinnert ihr euch an euer Umsatzmodell aus der letzten Entrepreneurship-Lektion? Wenn ihr euch beispielsweise dazu entschieden habt, eine neue App-Funktion zu bauen oder mehr Werbung für eure App zu machen, damit ihr mehr Umsatz machen könnt, könnten eure Betriebskosten dadurch auch steigen! Überprüft die Erläuterung eures Umsatzmodells und sucht nach Dingen, die eure Betriebskosten außerdem noch in die Höhe treiben könnten.  

Wenn ihr euch zum Beispiel entschieden habt, mehr Funktionen zu bauen, müsst ihr vielleicht auch mehr Leute einstellen, um sie zu bauen. Wenn ihr euch entscheidet, mehr Werbung für eure App zu machen, müsst ihr auch mehr Geld für das Marketing ausgeben. 

Alle Arten von Investor:innen nehmen in der Hoffnung auf eine Belohnung eine Zeit lang ein gewisses Risiko in KaufDie Hoffnung auf die Belohnung ist der Grund, warum sie überhaupt investieren. Sie wollen etwas Geld investieren, damit ihr eigenes Kapital durch euer Unternehmen wachsen kann. Es besteht aber ein gewisses Risiko, dass sie das Geld nicht zurückbekommen. Wenn ihr euren Businessplan entwickelt, denkt darüber nach, wie ihr Investor:innen überzeugen könnt, dass das Risiko gering und/oder die Belohnung groß ist, wenn sie in euch investieren. Oder aber ihr nutzt statt Investor:innen lieber Crowdfunding-Möglichkeiten, um euer Unternehmen auf die Beine zu stellen. 

Ein Beispiel für Startkapital

Lasst uns als Beispiel über einen Straßenimbiss nachdenken. Wenn ihr euer eigenes Geschäft eröffnen möchtet, braucht ihr erstmal eine Finanzierung, um anzufangen. Ihr könntet eure Eltern bitten, Investor:innen in eurem Geschäft zu sein. Wenn ihr eure Eltern um das Geld bittet, werden sie wissen wollen: 

  • Wie viel Geld braucht ihr?
  • Was kauft ihr mit dem Geld, das sie euch geben? 
  • Wie viel werden sie zurückbekommen und wann (“Return on Investment”, ROI)?

Wenn ihr mit Investor:innen sprecht, müsst ihr darauf vorbereitet sein, ihnen ein paar wichtige Fragen zu beantworten. Mindestens werden sie wissen wollen, wie viel Geld ihr brauchen würdet, wie ihr das Geld verwenden wollt und was sie zurückbekommen werden. An dieser Stelle wird euer Geschäftsmodell wichtig sein. Euer Geschäftsmodell sollte – neben anderen Informationen, die es enthalten sollte – die Fragen der Investor:innen beantworten. 

Lass uns mit eurem Umsatzmodell beginnen, um ein paar dieser Fragen zu beantworten! 

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Aktivität: Berechnet eure Prognose

Jetzt ist es an der Zeit, euer Umsatzmodell und die Betriebskosten zusammenzustellen, um euren Gewinn zu prognostizieren, also vorherzusagen. Benutzt diese Gleichung für jedes Jahr auf dem Arbeitsblatt, um den Gewinn zu berechnen.  

[Einnahmen] – [Betriebskosten] = [Gewinn] 

Es ist in Ordnung, wenn ihr in den ersten 2 bis 3 Jahren einen negativen Gewinn (also Verlust) macht. Mit der Zeit solltet ihr jedoch sicherstellen, dass euer Gewinn steigt. Wenn ihr im dritten Jahr immer noch im Minus seid, müsst ihr euer Umsatzmodell oder eure Betriebskosten überdenken. Vielleicht gibt es zu wenige Leute, die eure App nutzen, oder eure Betriebskosten sind zu hoch.  

Tipp: Wenn ihr Startkapital in euer Geschäftsmodell einbeziehen wollt, lest bitte zuerst das Zusatz-Material, bevor ihr eure Gewinnprognose berechnet. 

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Reflexion

Euer Geschäftsmodell ist ein sehr wichtiger Teil eures Unternehmens. Es ist die Art und Weise, wie ihr andere (zum Beispiel Investor:innen) davon überzeugen werdet, dass eure App eine gute Idee ist und es sich lohnt, in sie zu investieren. Wenn ihr zu den älteren Technovation-Teilnehmerinnen (16-18 Jahre) gehört, könnt ihr das Geschäftsmodell in eurem Businessplan vorstellen. 

Wenn es um Unternehmertum geht, gibt es viele komplizierte Sachen, über die man nachdenken muss. Und manchmal findet man auch keine klare Antwort und man kann nur Vermutungen anstellen. Hier sind ein paar Fragen, die ihr für euch beantworten solltet, nachdem ihr euer Geschäftsmodell fertiggestellt habt: 

  • Was muss passieren, damit euer Geschäft bzw. Unternehmen erfolgreich ist? 
  • Wie viel Geld braucht ihr, um euer Unternehmen zu gründen und Einnahmen zu generieren? 
  • Habt ihr über weitere Funktionen nachgedacht, die ihr eurer App hinzufügen könnt? 
  • Warum habt ihr das Umsatzmodell gewählt, das ihr gewählt habt? 
  • Wie erwartet ihr, dass euer Unternehmen wachsen wird? 

Zusatz-Material

Startkapital

Wenn ihr euer Unternehmen gründet, braucht ihr möglicherweise etwas Geld, um loszulegen.  Das wird als Startkapital bezeichnet. Vielleicht müsst ihr Computer kaufen, Leute einstellen, die euch bei der Entwicklung eurer App helfen, oder ein Büro mieten. All das kostet Geld – ihr verdient aber noch kein Geld mit eurem Unternehmen. Wie kommt ihr also an dieses Geld? 

Viele Unternehmen bekommen dieses Geld, indem sie Leute bitten, es ihnen zu leihen. Diese Leute nennt man Investor:innen.  Sobald ihr euer Unternehmen gegründet habt, erwarten die Investor:innen, dass sie entweder ihr Geld zurückbekommen oder dass sie etwas anderes im Austausch erhalten. Hier sind ein paar verschiedene Möglichkeiten, wie Leute in euer Unternehmen investieren können, das heißt wie sie Geld in euer Unternehmen stecken.  

  • Crowdfunding – eine große Gruppe (“Crowd”) von Menschen gibt jeweils kleine Geldbeträge, die sich zu einem größeren Betrag summieren. Dies ermöglicht es Menschen, direkt in euer Unternehmen zu investieren, ist aber nicht für eine langfristige Finanzierung zu empfehlen. Diese Leute bekommen in der Regel etwas im Gegenzug, z. B. 10 kostenlose Downloads deiner App. Das kann besonders effektiv sein, wenn ihr viele Social-Media-Follower habt, die ihr anzapfen könnt. 
  • Investor:innen – wohlhabende Einzelpersonen, die ihr eigenes Geld frühzeitig in das Unternehmen investieren, aber im Gegenzug eine Beteiligung erwarten. Da bedeutet, dass die Investor:innen einen Teil des Unternehmens besitzen, je nachdem wie viel sie investiert haben, also wieviel Geld sie in das Unternehmen gesteckt haben.  
  • Risikokapital (“Venture Capital”) – eine Gruppe professioneller Investor:innen (Es gibt Firmen, die sich darauf spezialisiert haben.), die die Investitionsmöglichkeiten und Risiken in Startup-Unternehmen gut kennen. Sie recherchieren viel und versuchen in Start-ups zu investieren, von denen sie glauben, dass sie auf dem Markt erfolgreich sein werden. Das Geld, das sie investieren, kommt aus verschiedenen Quellen. 

Alle Arten von Investor:innen nehmen in der Hoffnung auf eine Belohnung eine Zeit lang ein gewisses Risiko in KaufDie Hoffnung auf die Belohnung ist der Grund, warum sie überhaupt investieren. Sie wollen etwas Geld investieren, damit ihr eigenes Kapital durch euer Unternehmen wachsen kann. Es besteht aber ein gewisses Risiko, dass sie das Geld nicht zurückbekommen. Wenn ihr euren Businessplan entwickelt, denkt darüber nach, wie ihr Investor:innen überzeugen könnt, dass das Risiko gering und/oder die Belohnung groß ist, wenn sie in euch investieren. Oder aber ihr nutzt statt Investor:innen lieber Crowdfunding-Möglichkeiten, um euer Unternehmen auf die Beine zu stellen. 

Ein Beispiel für Startkapital

Lasst uns als Beispiel über einen Straßenimbiss nachdenken. Wenn ihr euer eigenes Geschäft eröffnen möchtet, braucht ihr erstmal eine Finanzierung, um anzufangen. Ihr könntet eure Eltern bitten, Investor:innen in eurem Geschäft zu sein. Wenn ihr eure Eltern um das Geld bittet, werden sie wissen wollen: 

  • Wie viel Geld braucht ihr?
  • Was kauft ihr mit dem Geld, das sie euch geben? 
  • Wie viel werden sie zurückbekommen und wann (“Return on Investment”, ROI)?

Wenn ihr mit Investor:innen sprecht, müsst ihr darauf vorbereitet sein, ihnen ein paar wichtige Fragen zu beantworten. Mindestens werden sie wissen wollen, wie viel Geld ihr brauchen würdet, wie ihr das Geld verwenden wollt und was sie zurückbekommen werden. An dieser Stelle wird euer Geschäftsmodell wichtig sein. Euer Geschäftsmodell sollte – neben anderen Informationen, die es enthalten sollte – die Fragen der Investor:innen beantworten. 

Lass uns mit eurem Umsatzmodell beginnen, um ein paar dieser Fragen zu beantworten! 

Startkapital in euer Geschäftsmodell aufnehmen

Wenn ihr Startkapital erhält, ist das typischerweise eine große Summe, die ihr im ersten Jahr erhält. Im ersten Jahr könnt ihr dann diese Gleichung verwenden, um euren Gewinn zu berechnen:  

[Startkapital] + [Einnahmen] – [Betriebskosten] = [Gewinn 

Geschäftsmodell für gemeinnützige Unternehmen

Wenn gemeinnützige Unternehmen (auch Non-Profit-Unternehmen genannt) keinen Gewinn machen sollen, wie gestaltet ihr dann euer Geschäftsmodell? Das ist eine sehr gute Frage! Auch gemeinnützige Organisationen müssen ein Geschäftsmodell haben, das aber ein bisschen anders aussieht. 

Gemeinnützige Organisationen können auch Einnahmequellen haben. Sie könnten zum Beispiel einen großen Teil ihres Geldes aus Zuschüssen (Förderungen) erhalten. Sie können aber nichts von dem übriggebliebenen Geld behalten. Normalerweise müssen sie dieses Geld verwenden, um ihr Unternehmen zu verbessern oder um mehr für das soziale Wohl zu tun. Sie können ihren eigenen Mitarbeiter:innen mehr bezahlen oder versuchen, noch mehr für die Gemeinschaft zu tun. Die Eigentümer:innen des Unternehmens dürfen das Geld nicht für sich selbst einstecken. 

Technovation ist zum Beispiel eine gemeinnützige Organisation! Wenn wir Geld von Fördermittelgeber:innen oder aus unseren Einnahmequellen übrig haben, investieren wir dieses Geld zurück in die Gemeinschaft. Wir könnten das Geld in die Eröffnung eines neuen Technovation-Standortes stecken oder eine:n neue:n Mitarbeiter:in anstellen, um das Curriculum für unsere Teilnehmerinnen zu verbessern.  

Wenn euer Unternehmen das Potenzial hat, eine Menge Geld zu verdienen, ihr aber trotzdem eine soziale Mission haben möchtet, versucht stattdessen euer Unternehmen zu einem Sozialunternehmen zu machen. 

Technovation Challenge

Ein Tipp für die Einreichung eurer App zum Schluss: Für Senior Division Teams (16-18 Jahre) wird das Geschäftsmodell ein entscheidender Teil eures Businessplans sein (mehr zum Businessplan erfahrt ihr in der nächsten Entrepreneurship-Lektion). Für die Jury wird es wichtig sein zu sehen, ob euer Unternehmen realistisch ist und es in Zukunft erfolgreich sein kann. 

Bewertungskriterien für den internationalen App-Wettbewerb

Wenn ihr ein gutes Geschäftsmodell mit realistischen Betriebskosten erstellt, könnt ihr in der Kategorie „Finanzplan“ maximale Punkte sammeln. Es kann euch außerdem bei der Kategorie “Zukünftige Ziele” helfen, Punkte zu sammeln. Hier könnt ihr den Bewertungsbogen einsehen. Anhand der Kategorien und Kriterien wird die App am Schluss der Technovation Saison von einer Jury bewertet werden.